Dienstag, 14. Februar 2017

Eine neue Christrose

Geht es euch auch manchmal so wie mir?
Da sehe ich eine besonders hübsche Pflanze und ich muss sie einfach kaufen.




Beim Gärtner meines Vertrauens fand ich diese wunderschöne gefüllte Christrose.
Helleborus niger snow frills.


Aber wohin mit dem Prachtstück? In der Wohnung ist es recht warm, draußen sehr kalt.
Und sie kommt bestimmt aus dem richtig temperierten Gewächshaus.
Weil sie so schön ist, habe ich den Topf vor den Hauseingang gestellt. Nachts sollte sie im Hausflur stehen. Aber wie es so ist, ich vergaß die schöne Dame und ließ sie über Nacht bei minus 5 Grad jämmerlich frieren.


Aber seht selbst. Die Schönheit ist robust und hat die Kälte locker weggesteckt. Freu!

Wenn sich der Frost aus der Erde verzieht, bekommt sie einen Ehrenplatz neben der Terrasse.

Auch sonst stehen die Zeichen Richtung Frühling.



Wie es die winzigen Winterlinge schaffen ihre Köpfchen aus der gefrorenen Erde zu schieben weiß ich nicht. Aber ich freue mich über die gelben Knospen, die sich bestimmt bald öffnen werden.

Dienstag, 7. Februar 2017

Es tut sich was





Es tut sich was unter braunen Blättern, Schneeresten und regennasser Erde.

Die leuchtenden Primeln warten noch im warmen Haus auf ihren großen Auftritt auf der Terrasse. Noch sind die Temperaturen niedrig und der Boden hartgefroren.



Aber an sonnigen Stellen im Freien zeigen sich die ersten Blüten.


Die Zeichen für den nahenden Frühling sind unverkennbar. Sicher habt ihr auch schon ausgeschaut, ob sich die ersten Schneeglöckchen zeigen oder andere Frühlingsboten zu sehen sind.



Kaum eine Pflanze erwarte ich so sehnsüchtig wie das Schneeglöckchen. Wenn seine ersten grünen Blätter aus dem Boden hervorschauen, ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass es mit dem Winter zu Ende geht. Die Pflanzen müssen sich noch durch altes herunter gefallenes Laub kämpfen um sichtbar zu sein. Nur wenige sind so unempfindlich wie diese kleinen zierlichen Frühblüher.


Sie überstehen Temperaturen unter null Grad ohne Probleme. Denn sie haben mit Glycerin ein gutes Frostschutzmittel in ihren Zellen. Glycerin sorgt dafür, dass das Wasser in den Pflanzenzellen nicht gefriert. 



Spät sind die verschiedenen Helleborus dran. Doch auch hier geht es weiter. Dicke Blütenknubbel bilden sich an allen Pflanzen. Ob Helleborus orientalis elly 


oder das weiße nicht mehr sortenreine Pflänzchen, das in diesem Jahr das erste Mal blühen wird.

Vielen Dank für euren Besuch und hoffentlich bald wieder richtiges Frühlingswetter wünscht euch

Anette

Samstag, 28. Januar 2017

Noch immer Winter


Viel zeigen kann ich euch nicht. Dauerfrost sorgt noch immer dafür, dass alles erstarrt und sich im Garten einfach nichts mehr regt. Am Futterhaus herrscht noch immer reges Treiben, aber ansonsten höre ich kaum einen Laut. Alles schweigt, zittert vor Kälte und wartet auf die ersten zaghaften Frühlingsboten.


Aber bis es soweit ist, habe ich einige Winterimpressionen für euch so wird das Warten etwas kurzweiliger.


Noch immer hängt das dicke Samenbündel von Stipa barbata an der Hüttenwand. Dieses Gras sieht sogar jetzt noch dekorativ aus.



Aufrecht stehen die Halme vom Bronze-Fenchel. Vorige Woche konnte ich trotz Kälte einige frische Triebe ernten. Eine Tasse leckerer Fencheltee hat für eine Stunde den Winter vertrieben. 

Roter Harriegel



Die letzten aufrecht stehenden Federmohnstengel 



Viel Schnee liegt nicht. Eigentlich hat es nur einmal kurz geschneit, aber das ist schon Wochen her.



Nein, es gibt keine warme Gartenecke mit frisch erblühter Iris. 
Das Bild ist wie die folgenden Bilder genau vor einem Jahr entstanden.



Was für ein Unterschied. 



Es ist schon gewaltig, mit wie vielen Wochen Unterschied die ersten Blüten erscheinen.



Noch zeigt der Winter seine scharfen Zähne, aber lange wird es nicht mehr dauern, bis er seine Kraft verliert.


Montag, 16. Januar 2017

Der Tisch ist gedeckt





Viel Schnee ist nicht gefallen, aber ständige Minusgrade locken immer mehr Vögel an die Futterstellen im Garten.



Das kleine Vogelhaus im Apfelbaum wird gern von Grünfinken angeflogen. In dem frei hängenden kleinen Futterhaus fühlen sie sich sich sicher.

Nachtrag 20.01.: Meine Finken sind keine Grünfinken sondern Erlenzeisige.
Elke von günstig gärtnern hat die kleinen Vögelchen heute richtig erkannt. Danke für den Tipp, liebe Elke.



Wacholderdrosseln lieben wie Amseln Äpfel, die sie am Boden anpicken. 

Als ich das letzte Mal Potsdam besuchte, hörte ich, dass Friedrich der Große gebratene Wacholderdrosseln, früher nannte man sie Krammetsvögel, liebte. Am besten in Butter gebraten waren sie seine Leibspeise. Ich frage mich, wie viele Drossen er wohl essen musste um satt zu werden.



Jetzt besuchen uns auch wieder viele daheimgebliebene Stare. Ihre Leibspeise sind Haferflocken und Weizenkörner.

Es soll kalt bleiben und ich beginne mich nach Frühling zu sehnen. 





Gut, dass überall Frühjahrsblüher angeboten werden und ich mir die bunten Blüten ins Haus holen kann.




Montag, 2. Januar 2017

Frostiger Mittag am Flussufer

Als Erstes möchte ich euch allen ein frohes, gesundes  neues Jahr wünschen.

Das alte Jahr war für mich ein schönes und glückliches Jahr gewesen, auch weil ich so viele Stunden mit und bei euch verbringen durfte. Jetzt bin ich gespannt, was  2017 bringt.
 In der Ferne sehe ich so viele graue Wolken, hoffentlich werden sie nicht zu einem alles umfassenden Gewitter. 

In den letzten Wochen war es ruhig im Garten . Alle Bilder waren gezeigt, alle Pflanzen erklärt. Jetzt verkriecht sich alles vor den frostigen Fingern des Winters unter einer dünnen Schneedecke.

Was liegt näher, als die sonnigen Frosttage für ausgedehnte Spaziergänge zu nutzen.



Besonders schön finde ich die Landschaft am Fluss.Die Nebel, die vom Wasser aufsteigen, überziehen alles mit Raureif und verzaubern die eigentlich braune Landschaft.



Filigrane Zweige ragen in den Himmel. Wieder ein Argument dafür, im Herbst im Garten keinen Kahlschlag unter den Stauden zu veranstalten. 




In der Ferne seht ihr unseren Kirchturm. Wenn ihr bei meiner Flusswanderung dabei gewesen wärt, hättet ihr die Mittagsglocken gehört.




Wilde Karde wurde in Zuckerguss getaucht.




Bei dem schönen Licht sieht der alte Kahn richtig romantisch aus. Er wurde wohl länger nicht benutzt.




Am Ufer schmücken dicke Mistelkugeln hohe Bäume.




Hinter dem Fluss erstrecken sich weite kahle Felder im Dunst.


Wenn ich mich in der Nähe umsehe, dann finde ich noch viel Grün wie hier eine gefrostete Königskerzenrosette.



Das fahle Sonnenlicht zaubert Muster auf mein Kamerabild



und drei der vielen Schwäne, die hier auf dem Fluss leben, ziehen majestätisch vorbei ohne mich eines Blickes zu würdigen.

Alles ist still, friedlich, ruhig. Die Natur hält den Atem an um Kraft für einen furiosen Neuanfang zu schöpfen


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Sonntag, 18. Dezember 2016

Gartenspaziergang im Dezember





Es heißt immer, dass der Garten im Winter schläft. 
Wenn ihr genau hinseht, dann könnt ihr selbst bei Frost Leben entdecken.
bei meinen winterlichen Gartenspaziergängen spüre ich jeder Spur von Leben nach und werde immer fündig.




Vor den Fenstern reihe ich möglichst viele Gefäße mit Sempervivum auf. Dachwurz braucht im Winter kaum Wasser und kann ruhig mal vergessen werden.


Skimmien sind die perfekte Pflanzen für den Winter: Ihre Blätter bleiben immer grün. Ab Oktober schmückt die Skimmia japonica sich mit roten Blütenknospen, die auch jetzt zu sehen sind.




Wunderschön blühen jetzt auch die echten Christrosen. Pünktlich zum Fest öffnet Helleborus niger praecox  auf kurzen Stielen ihre Schalenblüten.

Zitat von Karl Foerster: 
"Merkwürdige Pflanze, der es ihrerseits Spaß macht, Winter und Welt auf den Kopf zu stellen und monatelang aus frischdunkelgrünen Büschen hellgrün zu blühen."



Schon jetzt Ende Dezember schieben sich die grünen Spitzen von Schneeglöckchen aus dem noch frostfreien Boden.



An der geschützten Garagenwand leuchtet Winterjasmin.




Auch Helleborus orientalis zeigt erste Blüten.



Unter dem Vogelfutterhaus sitzt Samtpfötchen und glaubt, dass die Meisen nichts besseres zu tun haben als ihm ins Mäulchen zu flattern.



Zum Trocknen aufgehängtes Reiherfedergras wiegt sich im Winterwind.




So viel Farbe! Flechten am Apfelbaum, Roter Hartriegel und saftig grüne Yucca.



Noch einmal Wurzen in ihren Austernschalen.


Ja, der Garten lebt und lässt mich zu jeder Jahreszeit teilhaben an seinem Reichtum an Formen und Farben.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Raureif





Ganz schön kalt war es in den letzten Tagen. Knackig unter Null beweist der Winter, dass er trotz Klimawandel ein eisiger Kamerad geblieben  ist.
Der Fluss nicht weit hinter dem Garten legt jede Nacht feuchte Schleier über die eisige Landschaft und verwandelt alles in ein glitzerndes Eisparadies.
Es gehört schon einiges dazu, mich für Eis und Schnee  zu begeistern, aber diesem  Winterwunderland kann auch ich nicht widerstehen und stiefele mit der Kamera gleich morgens in den Garten um alles im Bild festzuhalten. Das Thermometer blieb unter Null Grad und ich hätte mich nicht beeilen brauchen. Fast sieht es so aus, als ob ich morgen wieder überall glitzernde Eiskristalle finde.