Sonntag, 25. September 2016

Sommerspaziergang im September

Über das Wetter rede ich heute nicht. Fast nicht. Sonnenschein wie im Sommer, Trockenheit zum Weinen (Weinen ist schlecht, Salzwasser schadet den Pflanzen) und laut Wetterbericht bleibt das auch noch so.
Da gehe ich lieber im Garten spazieren, ignoriere die vertrockneten Stängel und freue mich über die Überlebenskünstler, die einfach immer weiter blühen.



Die leeren Regenwasserfässer werden von blauen Prunkwinden überwuchert. Jeden Morgen erblühen neue blaue Trichter um sich nachmittags zu schließen.



Schmetterlinge gaukeln durch den Garten und träumen vom ewigen Sommer. Ich denke, der Oktober wird dem ein Ende setzen und Regen und erste Kälte bringen.



Hier wird wieder mal ein Haarschnitt nötig. Alle vier Wochen schneide ich den Blauschwingel zurück.




Mein Experiment mit den bepflanzten Austernschalen am Teich scheint geglückt. Die kleinen Sedumrosetten entwickelten sich über den Sommer hinweg gut.


Rutenhirse und andere hohe Gräser blühen. Sie profitieren von dem sonnigen Wetter.


Fast alle Rosen erholten sich vom Sternrußtau und blühen noch einmal.



Alle Kübelpflanzen fühlen sich jetzt besonders wohl. Seit die Tibouchina im Halbschatten steht, blüht sie viel reichter als in der vollen Sonne. Den Tipp erhielt ich von einem Gärtner auf Madeira, der seine Tibouchinabüsche unter Bäume  gepflanzt hatte.



Hier wartet jemand auf seine Streicheleinheiten.
Also bis bald.



Montag, 19. September 2016

Bartblume - da kann die Hitze kommen



Die Hitze ist vorbei, es regnete sogar und ich hoffe, dass sich Stauden und Rasen langsam wieder erholen.




Trotzdem möchte ich euch noch einen Hitzekünstler vorstellen.

Und zwar die Bartblume (Caryopteris).

Ich finde, die Bartblume sollte Bartstrauch und nicht -blume heißen.
Obwohl, eigentlich ist sie kein Strauch, sondern ein Halbstrauch. Halbstrauch weil ihre Basistriebe verholzen.



Die Bartblume wird etwa einen Meter hoch und hat dünne, überhängende Triebe.
Ein filziger Überzug schützt sie vor Hitze und Trockenschäden.
Also in heißen Monaten wie wir sie zuletzt hatten, ideal.






Erstaunt habe ich gelesen, dass die Pflanze zu den Verbenen gehört.

In den 30er Jahren entstand sie in England aus zwei verschiedenen Arten.



Hier wächst sie seit Jahren im Staudenbeet. Wegen ihrer langen Blütezeit und ihrer unempfindlichkeit gegenüber Trockenheit möchte ich sie nicht mehr missen.

Die hübsche blaue Blüte ist nicht nur bei mir beliebt, sondern auch bei Bienen und Schmetterlingen.






Wie viele an trockene, heiße Standorte angepasste Pflanzen braucht die Bartblume keine extra Düngergaben und auch kein Wasser. Ich gieße sie nie. Welche Staude ist sonst noch so genügsam.

Zwar soll die Bartblume etwas empfindlich auf Frost reagieren, ich habe aber auch nach kalten Wintern keine Frostschäden bemerkt.



Etwas Arbeit macht sie aber schon. Im Februar oder März schneide ich sie bis auf 20 cm ab. Sie treibt spät aus, bildet dann aber schnell lange Triebe, die im August/September blühen.

Schädlinge oder Krankheiten habe ich bisher nicht beobachtet.







Donnerstag, 8. September 2016

Vorgarten im September

Hauptsächlich zeige ich euch mal wieder meinen Vorgarten, weil er nicht ganz so vertrocknet und verbrannt ist wie der hintere Garten.




Hier blühen Hortensien, Anemonen und Rosen. Im Hintergrund leuchten Vogelbeeren auf den Ebereschen.




Seit Wochen zeigt wolkig blühendes Schleierkraut seine kleinen Blütenkügelchen.




Der Herbst streckt seine Finger aus und färbt die ersten Geraniumblätter bunt.






Hier blüht der Schlangenkopf (Chelone obliqua). Er ist nicht sehr verbreitet, dabei sieht er mit seinen eigentümlichen Blüten sehr interessant aus.



Bei meinem trockenen Boden steht er im Schatten, da er viel Feuchtigkeit braucht. Aber bei guter Wasserversorgung fühlt er sich auch in der Sonne wohl.




Ebenfalls schattig stehen im Vorgarten einige Fuchsien.




Korallenfuchsie






Ebenfalls für etwas Schatten dankbar: Impatiens.





Mit einem Blick auf meine Rosen, alle mit braunen Sternrußtau-Punkten , möchte ich den Blick in den Vorgarten beenden.




Samstag, 3. September 2016

Herbst-Anemonen





Herbst-Anemonen sind robuste und pflegeleichte Blütenstauden.
Obwohl meine Herbst-Anemonen schon einige Wochen blühen, möchte ich sie euch jetzt noch vorstellen.
Es ist nicht leicht, bei Hitze und Trockenheit schön blühende Pflanzen in den Beeten zu entdecken.
Die langlebige und pflegeleichte Anemone gehört dazu.





Ich finde, Herbst-Anemonen wirken so zerbrechlich, dass man meinen könnte, der leiseste Windhauch bläst ihre rosa oder weißen Blüten davon. Aber weit gefehlt. Sie können einiges vertragen und passen gut in den stürmischen Herbst.
Aber die Spätsommerhitze scheint ihnen auch nichts auszumachen. Zumindest, solange sie regelmäßig gewässert werden.



Zwar gelten sie als winterfest, aber vor einigen Jahren sind mir alle Anemonen in einem sehr frostigen Winter erfroren. Also Vorsicht, bei Kahlfrösten ist etwas Winterschutz sinnvoll.
Weil ich nicht auf die schönen Stauden verzichten wollte, pflanzte ich im darauf folgenden Frühjahr mehrere neue Pflanzen. Dabei  sprossen schon bald überall kleine Sämlinge  aus der Erde und bald waren meine alten Anemonenbestände wieder aufgefüllt.



Anfangs setzte ich die Anemonen gemeinsam mit Eisenhut, Gräsern, Silberkerzen und Fetthennen ins Beet. Das sah zwar schön aus, aber es dauerte nicht lange bis die vielen Wurzelausläufer das schöne Bild störten. Es war jedes Mal eine Heidenarbeit die Pflanzenausläufer aus den Stauden herauszusuchen.
Inzwischen besiedeln sie ein eigenes Beet am Grundstücksrand. Dort können sie sich mit Herzenslust vermehren.



Montag, 29. August 2016

Hitzeverträglich



Endlich haben wir die Hitzewelle der letzten Tage überstanden. Ich hätte nicht gedacht, dass es in diesem merkwürdigen Sommer noch so warm wird.

Bei weit über dreißig Grad mochte ich nicht im Garten werkeln und beschränkte mich aufs Gießen.
Statt dessen verzog ich mich in den Keller und töpferte.




Einige Keramikfiguren brauchten nur noch eine Glasur und ich kann sie euch zeigen. Die Hühner habt ihr schon vor der Glasur noch ganz nackt gesehen.


Passend zum baldigen Herbst bekamen mehrere Kürbisse eine leuchtend orange Farbe.




Ja, und ein Sparschwein wünschte ich mir schon länger.


Ich finde, es guckt ein bisschen beleidigt.


Zurück zum Garten.

Jetzt zeigte sich, welche Stauden auch mit extremer Hitze zurecht kommen.


Die meisten Kräuter mochten die Hitze nicht so sehr. Große Ausnahme, im wahrsten Sinne des Wortes, ist der Bronze-Fenchel.


Beim Steppensalbei zeigt schon der Name, dass Trockenheit und Hitze kein Problem sind.


Auch bei den Rosen gab es keine Beschwerden. Sie wurzeln tief und finden immer noch Wasser, wenn die Flachwurzler schon schlapp machen.



Wenn ich einen ersten Preis verleihen sollte, dann bekäme ihn wohl der Fuchsschwanz. Ob Blätter oder Blütenrispen, man sieht ihnen die Hitze nicht an.



Wirklich überrascht haben mich die Tagetes. Solange sie jeden Tag gegossen werden, kann die Sonne mit voller Kraft auf die Blüten brennen. Die Pflanzen sehen topp aus.



Topfpflanzen sind ja meist sowieso Überlebenskünstler. Etwas mehr Wasser und gut ist es. Zur Sicherheit wanderten alle Begonien in den Schatten.



Was haben wir noch? Klar, Echinacea wird oft für Präriebeete angeboten. Sie verträgt volle Sonne und viel Wärme. 



Fetthennen mögen es heiß. So schön wie in den letzten Tagen haben sie lange nicht geblüht.

Natürlich finden sich noch viele andere Stauden und Blumen, die gut mit der Hitze zurecht kommen. Aber alle aufführen würde wohl diesen Rahmen sprengen. 
All die Stauden, die sehr unter den außergewöhnlichen Temperaturen gelitten haben, möchte ich euch gar nicht zeigen. Da herrschen Brauntöne und abgestorbene Blätter vor. Ich hoffe, dass sie alle im nächsten Jahr wieder austreiben.
Am schlimmsten hat es meine Astilben erwischt. Schon nach einem Tag hatten sich die Blätter trotz eifrigem Gießen  in Heu verwandelt. 

Einen Sonnenanbeter habe ich noch für euch. 


Ein Wespenspinne mit Nachwuchs. Es ist eine Sie. Der Gatte wurde bereits verspeist.
Drei, vier Tage passte die Mutter auf ihren Nachwuchs auf. Dann war sie verschwunden. 
Dummerweise haftet die Kugel mit den Spinnenbabys direkt neben unserer Balkontür zum Wohnzimmer. Da kann sie nicht bleiben. 
Jetzt sind die Insekten- und Spinnenfachleute unter euch gefragt. Was mache ich mit der Kugel, kann ich sie umsetzen ohne die Winzlinge im Inneren zu verletzen und wo bringe ich sie am Besten hin?

Mittwoch, 24. August 2016

Wieder im eigenen Garten

Nach meinem Ausflug nach Münster zeige ich euch heute wie es inzwischen in meinem Garten aussieht.

Alles wirkt schon etwas herbstlich. Gelbe Blätter liegen unter den Obstbäumen, etliche pilzgeplagte Stauden werden schon braun und sollten zurückgeschnitten werden.
Ansonsten genieße ich den Hochsommer mit seinen steigenden Temperaturen und trockenen Tagen.



Für mich beginnt mit den blühenden Fetthennen ein neuer Gartenhöhepunkt. Ich mag die meist rosa blühenden safttrotzenden Stauden sehr.
Noch öffnen sich bei den hohen Sorten nur wenige kleine Blütchen. Aber grün sehen die dicken Blütendolden auch sehr dekorativ aus.



Die niedrigen Fetthennen im Steingarten blühen bereits.



Gleich daneben blüht Staudenbleiwurz (Ceratostigma plumbaginoides). Im Gegensatz zu Plumbago auriculata ist der Ausläufer bildende Japanische Bleiwurz winterhart. Er beginnt jetzt mit der Blüte. Im Herbst färbt sich das Laub dunkelrot.



Die remontierenden Rosen beginnen jetzt mit ihrer zweiten Blüte.





Dauerblüher wie The fairy zeigen sich in morbider Schönheit.




Bei dem schönen Sommerwetter bevölkern viele Bienen den Garten. Hier naschen sie Nektar auf einer Kosmeenblüte.




Zum Abschluss noch einige echte Sommerblumen für euch.

Dahlien in vielen Farben und Formen bereichern jetzt die meisten Gärten. Mir fehlt leider der Platz für eine große Auswahl und in diesem Jahr stehen sie etwas schattig. 




Sonnenblumen gehören natürlich in jeden Staudengarten um mit ihren gelben Riesenblüten über die restlichen Beetbewohner hinwegzublicken.




Helenium mit vielen kleinen Blüten . Die aufrecht stehende Sonnenbraut gehört zu dem Schönsten, was die große Gruppe der Sommer-Sonnenstauden  zu bieten hat.